Kindergarten St. Korona auf den Spuren der Biene Maja

Es kostete viel an Vorbereitung durch die Erzieherinnen Andrea Opitz, Christine Groß und Janina Kurth des Kindergartens St. Korona, den Kindern nahezubringen, wie das gegenseitige Zusammenspiel von Bienen und Pflanzen funktioniert.

Was lag da näher, als dass man auf den Spuren Biene Majas einmal eine echte Imkerei besucht.

Die Kindergartenkinder Katharina und Florian, deren Opa Adolf Plettl nicht weit von St. Korona entfernt einen Bienenstand betreut, wiesen den Weg zu seiner Imkerei nach Patriching. Da staunten die Knirpse nicht schlecht, als sie am Bienenhaus angekommen von der Familie Plettl, Veronika Keller und Martin Stockmeier, beide von der Kreisgruppe Passau des BUND Naturschutzes, begrüßt wurden. Die Naturschützer hatten ein lebendes Hummelnest mitgebracht, bei dem man direkt über ein Glas das Innenleben beobachten konnte. Veronika Keller zeigte, wie ein Hummelstaat funktioniert. Ähnlich wie bei der Honigbiene bilden die Arbeiterinnen um die Hummelkönigin einen Staat. Genauso wie bei den Honigbienen versorgen die Hummeln, aber auch andere Wildbienen, ihre Kinder mit Nektar und Blütenpollen und leisten dabei wertvolle Bestäubungsarbeit. Im Gegensatz zu den Honigbienen überwintern bei den Hummeln und Wildbienen, aber auch bei den Wespen und Hornissen, nur die Königinnen und gründen im nächsten Frühjahr wieder eine neue Bienenfamilie. Anschaulich erläuterte Martin Stockmeier, der selbst Imker ist, zunächst die Unterschiede zwischen der Königin, den Drohnen und den vielseitigen Arbeitsbienen. Ob Putzbiene, Ammenbiene, Baubiene, Wächterbiene oder Sammelbiene – die Arbeitsbiene durchläuft viele Berufe in Ihrem Leben.

Neugierig hinterfragten die Kinder, wie die Wächterbienen den Honig bewachen und wie die Sammelbienen wieder zurück in den Bienenstock finden. Außerdem erfuhren die Kinder, warum Blumen bunt sind, wie viele Blüten eine einzelne Biene anfliegen muss, um ein Honigglas zu füllen, und wie viel Tausend Euro ein Glas Honig kosten würde, wenn man die Arbeitszeit der Bienen in menschlichen Arbeitslohn verrechnen würde. Vor dem Bienenhaus zeigte schließlich Imker Adolf Plettl den Kindern das Innenleben eines Bienenvolkes in einem Schaukasten, dabei wurde der Unterschied zwischen Brutzellen und Honigzellen deutlicht und die Kinder mussten die Bienenkönigin finden, die mit einem farbigen Punkt gekennzeichnet war.

Spannend wurde es, als Adolf Plettl ein Bienenvolk öffnete und Brut- und Honigwaben herausnahm. Die auf den Honigwaben ansitzenden Bienen wurden abgestoßen und die Waben ins Bienenhaus in den Schleuderraum gebracht. Hier durften die Kinder mit einer Entdeckelungsgabel die mit Wachs verschlossen Honigzellen auf der Honigwabe öffnen und am köstlich süßen Entdeckelungswachs naschen. Die entdeckelten Honigwaben wurden in eine elektrisch betriebene Honigschleuder gestellt und die Kinder konnten dabei genau beobachten, wie der Honig aus den Waben gedrückt wurde. Schon nach wenigen Sekunden lief der Honig aus einem Hahn der Schleuder in einen Honigeimer und die Freude darüber war natürlich groß.

„Der schmeckt ja viel besser als zu Hause und ist zudem noch ganz warm“, war das Urteil eines kleinen Besuchers.

Nach all den Strapazen des Beobachtens und Lernens von soviel Wissenswertem über unsere Bienen wurde den Teilnehmern ein Honigbuffet mit Getränken, Honigbroten und Früchten aufgetischt. Zum Abschied bekam jeder noch ein Honiggläschen mit nach Hause und alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass dies nicht der letzte Besuch bei der Imkerei Plettl gewesen ist.

Originalpressemitteilung v. Martin Stockmeier erschienen in PERSONEN UND NOTIZEN – PNP – 06.08.2016

 

Tag der offenen Gartentür in Kringell in der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft

Eine Exkursion in eine Landwirtschaft, die uns allen vorkommt wie aus einem fernen Märchen.

PERSONEN UND NOTIZEN – PNP im Juni 2016 – Hummeln in Hacklberg

7Da war was los im Kindergarten in Hacklberg, als Veronika Keller vom Bund Naturschutz mit ihren Hummeln zu Besuch war. Sie erzählte und zeigte den Kindern ganz viele interessante Neuigkeiten: den Nistkasten der Hummeln, Wabentöpfchen, die Hummelkönigin im Vergleich zur Arbeiterin, ein Hummelvolk mit ca. 200 Stück, verschiedene Hummelarten (Steinhummel, Erdhummel, Wiesenhummel, usw.). Die Kinder lernten auch, dass Hummeln nur bei großer Gefahr stechen. Nachdem alle gut informiert waren, machten sich die summenden Besucher mit der Referentin wieder auf den Weg zurück nach Hause.  red – Foto: privat

LAND UND LEUTE – PNP – 09.06.2016

Ohne Bienen gibt’s kein Obst

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Foto: Angerer

Sonnen. Ohne Bienenarten wie Hummeln gibt’s kein Obst. Wieso? Das zeigte Veronika Keller vom Ökologischen Zentrum Passau-Stelzlhof den Kindern im Don Bosco-Kindergarten Sonnen. Dazu wurde ein Film gezeigt. Anschließend durften die Kinder die fleißigen Insekten lebensecht bewundern. Ein Hummelvolk mit Königin und Arbeiterinnen in einem Hummelkasten durfte in Ruhe beobachtet werden. Dazu wurden die Aufgaben der Hummeln erläutert, die Arten besprochen und die Eigenschaften erklärt, wie beispielsweise dass diese unter den Wildbienen am unempfindlichsten gegen Kälte sind. Zum Schluss wurde den Kindern noch nahe gebracht, wie sie selbst im Garten einen Nistkasten für Hummeln herstellen können. So verbrachten die künftigen Hummelschützer einen kurzweiligen Kindergartenvormittag. − red